{"id":17219,"date":"2026-07-20T09:40:00","date_gmt":"2026-07-20T07:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/virtualminds.com\/?p=17219"},"modified":"2026-07-15T14:58:04","modified_gmt":"2026-07-15T12:58:04","slug":"europa-big-tech","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/virtualminds.com\/de\/europa-big-tech\/","title":{"rendered":"Europa muss Big Tech nicht schlagen, sondern aufh\u00f6ren, nach dessen Regeln zu spielen"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"17219\" class=\"elementor elementor-17219\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5a86c61 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"5a86c61\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4ba3e8a elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"4ba3e8a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Wer in diesem Jahr \u00fcber die Cannes Lions lief, kam an einem Thema kaum vorbei: die Zukunft der Werbung. In nahezu jedem Panel, jedem Vortrag und vielen Gespr\u00e4chen standen dabei Namen wie Nicht fehlende Reichweite ist Europas Google, Amazon oder Netflix im Mittelpunkt. Gerade diese Diskussionen machten jedoch auch deutlich, dass sich die Branche zunehmend mit Alternativen zu den dominierenden Plattformen besch\u00e4ftigt. Denn Themen wie Datenhoheit, Transparenz und hochwertige Premium-Umfelder waren in Cannes ebenso pr\u00e4sent wie die Frage, wie Europa seine Wettbewerbsvorteile k\u00fcnftig konsequenter ausspielen kann.<\/p><p>F\u00fcr Dirk von Borstel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Virtual Minds, f\u00fchrt genau diese Diskussion jedoch h\u00e4ufig in die falsche Richtung. Die entscheidende Frage ist nicht, wie Europa Big Tech schlagen kann, sondern warum es \u00fcberhaupt nach dessen Regeln spielen sollte. \u201eWenn europ\u00e4ische Broadcaster versuchen, US-Tech-Giganten nach amerikanischen Regeln zu schlagen, wird es ein harter Kampf. Dabei liegt Europas St\u00e4rke ganz woanders, n\u00e4mlich in hochwertigen, markensicheren Premium-Umfeldern.<\/p><p>Wer den Wettbewerb ausschlie\u00dflich \u00fcber globale Reichweite, gigantische Cloud-Infrastrukturen oder die maximale Sammlung individueller Nutzerdaten definiert, \u00fcbernimmt automatisch die Spielregeln der US-Plattformen. Doch genau dort liegen nicht die eigentlichen Wettbewerbsvorteile Europas.<\/p><p>Der europ\u00e4ische TV-Markt muss Big Tech nicht imitieren. Seine besondere Qualit\u00e4t liegt vielmehr darin, die einzigartigen Eigenschaften des Fernsehens mit moderner Technologie zu verbinden. Denn Fernsehen kann etwas, das globale Plattformen nur schwer nachbilden k\u00f6nnen: Es schafft gemeinsame Reichweite, kulturelle Relevanz und ein hochwertiges, markensicheres Umfeld f\u00fcr Werbung. Jetzt gilt es, diese Vorteile konsequent mit technologischer Innovation weiter auszubauen.<\/p><p>Es geht nicht um fehlende Reichweite, sondern darum, diese Reichweite konsequenter zu nutzen. Europ\u00e4ische Broadcaster verf\u00fcgen bereits heute \u00fcber das, wonach Werbetreibende zunehmend suchen: vertrauensw\u00fcrdige Inhalte, starke Medienmarken und hochwertige Werbeumfelder.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ebe69bb elementor-blockquote--skin-boxed elementor-blockquote--align-center elementor-widget elementor-widget-blockquote\" data-id=\"ebe69bb\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"blockquote.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<blockquote class=\"elementor-blockquote\">\n\t\t\t<p class=\"elementor-blockquote__content\">\n\t\t\t\tAm Ende l\u00e4uft es auf zwei Begriffe hinaus: Vertrauen und Souver\u00e4nit\u00e4t.\t\t\t<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"e-q-footer\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<cite class=\"elementor-blockquote__author\">Dirk von Borstel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Virtual Minds<\/cite>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/blockquote>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ea51e8e elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"ea51e8e\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h2><strong>Vertrauen ist der eigentliche Wettbewerbsvorteil<\/strong><\/h2><p>W\u00e4hrend Big Tech zunehmend mit Fragen rund um Transparenz, Datenhoheit und Brand Safety konfrontiert wird, verf\u00fcgen europ\u00e4ische Broadcaster \u00fcber einen Wettbewerbsvorteil, der sich nicht einfach kopieren l\u00e4sst. Dirk von Borstel bringt diesen Vorteil auf eine einfache Formel: \u201eAm Ende l\u00e4uft es auf zwei Begriffe hinaus: Vertrauen und Souver\u00e4nit\u00e4t.\u201c<\/p><p>Fernsehen geh\u00f6rt nach wie vor zu den glaubw\u00fcrdigsten Medien. Es bietet hochwertige Inhalte, sichere Werbeumfelder und erreicht Millionen Menschen in einem kulturellen Kontext, der weit \u00fcber reine Reichweite hinausgeht.<\/p><p>F\u00fcr Werbetreibende wird genau das immer relevanter. Sie wollen wissen, wo ihre Kampagnen erscheinen, wie ihre Budgets eingesetzt werden und ob ihre Marken in einem sicheren Umfeld stattfinden. Gleichzeitig w\u00e4chst der Wunsch nach Transparenz und nachvollziehbaren Messgr\u00f6\u00dfen.<\/p><p>Die europ\u00e4ischen Medienh\u00e4user bringen diese Voraussetzungen bereits mit. Sie arbeiten innerhalb eines klaren regulatorischen Rahmens, gehen verantwortungsvoll mit Nutzerdaten um und verf\u00fcgen \u00fcber enge Beziehungen zu ihren lokalen Zielgruppen. Was lange als regulatorischer Nachteil galt, entwickelt sich zunehmend zum strategischen Vorteil.<\/p><p>Denn Vertrauen ist l\u00e4ngst kein weicher Imagefaktor mehr. Es entwickelt sich zunehmend zu einem messbaren Wettbewerbsvorteil.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f20843f elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"f20843f\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h2><strong>Europas Problem war nie der Content<\/strong><\/h2><p>Europa produziert seit Jahrzehnten erstklassige Inhalte. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch nicht bei den Inhalten selbst, sondern bei der Technologie, mit der sie vermarktet werden. Denn diese stammt h\u00e4ufig von genau den Plattformen, die gleichzeitig um dieselben Werbebudgets konkurrieren. F\u00fcr Dirk von Borstel ist deshalb klar: \u201eAdTech Made in Europe ist nicht einfach eine Alternative \u2013 sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit.\u201c<\/p><p>Diese Notwendigkeit geht weit \u00fcber industriepolitische Interessen hinaus. Denn eine eigene technologische Infrastruktur ist die Voraussetzung daf\u00fcr, dass europ\u00e4ische Medienunternehmen die Kontrolle \u00fcber ihre Vermarktung zur\u00fcckgewinnen und ihre wirtschaftliche Unabh\u00e4ngigkeit st\u00e4rken k\u00f6nnen. Daf\u00fcr m\u00fcssen auch die Technologien hinter der TV-Vermarktung wieder st\u00e4rker in europ\u00e4ische H\u00e4nde gelangen. Denn wer die Technologie kontrolliert, entscheidet letztlich auch \u00fcber Daten, Inventar und Wertsch\u00f6pfung.<\/p><p>Genau hier setzt moderne europ\u00e4ische AdTech an: Sie erm\u00f6glicht es, die Reichweite des Fernsehens mit der Effizienz programmatischer Vermarktung zu verbinden, ohne dabei die Kontrolle \u00fcber Daten und Inventar an externe Plattformen abzugeben. L\u00f6sungen wie der Virtual Minds Media Manager zeigen bereits heute, wie sich lineares und digitales TV auf einer europ\u00e4ischen Technologieplattform zusammenf\u00fchren lassen. So k\u00f6nnen Broadcaster ihre TV-Inventare einheitlich vermarkten und gleichzeitig Datenhoheit, Transparenz und Wertsch\u00f6pfung in Europa halten.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-8692543 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"8692543\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h2><strong>Fragmentierung bremst Europa aus<\/strong><\/h2><p>Die Zukunft des TV-Werbemarktes entscheidet sich nicht daran, wer die gr\u00f6\u00dfte Plattform besitzt. Sie entscheidet sich daran, ob Europa seine vorhandenen Potenziale gemeinsam nutzt. Europa verf\u00fcgt l\u00e4ngst \u00fcber die entscheidenden Voraussetzungen. Was bislang noch nicht vollst\u00e4ndig umgesetzt ist, sind gemeinsame Vermarktungsstandards.<\/p><p>Bis 2030 wird sich nicht mehr die Frage stellen, ob Fernsehen linear oder digital ist. F\u00fcr Werbetreibende z\u00e4hlt k\u00fcnftig die M\u00f6glichkeit, Kampagnen \u00fcber alle TV-Kan\u00e4le hinweg einheitlich zu planen, auszusteuern und zu optimieren und zwar unabh\u00e4ngig vom Verbreitungsweg.<\/p><p>Gleichzeitig bleibt Fragmentierung eine der gr\u00f6\u00dften Schw\u00e4chen des europ\u00e4ischen Marktes. Kein einzelner Broadcaster wird allein dieselbe Skalierung erreichen wie die globalen Plattformen. Umso wichtiger werden gemeinsame technologische Standards, Kooperationen und interoperable L\u00f6sungen, die den Zugang zu hochwertigem TV-Inventar vereinfachen.<\/p><p>Auch beim Thema Identit\u00e4t bietet sich Europa eine historische Chance. Mit dem Ende der Third-Party-Cookies k\u00f6nnen datenschutzorientierte Identit\u00e4tsl\u00f6sungen zum europ\u00e4ischen Erfolgsmodell werden, vorausgesetzt, sie werden branchen\u00fcbergreifend gedacht und umgesetzt.<\/p><p>F\u00fcr Dirk von Borstel f\u00fchrt der Weg bis 2030 deshalb \u00fcber drei zentrale Handlungsfelder: \u201eWir m\u00fcssen die technologische Konsolidierung konsequent vorantreiben, die vollst\u00e4ndige Konvergenz von linearem und digitalem Fernsehen schaffen und interoperable, datenschutzorientierte Identit\u00e4tsl\u00f6sungen aufbauen. Das Zusammenspiel dieser Faktoren wird Europas TV-Markt langfristig wettbewerbsf\u00e4hig machen.\u201c<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e5d1e24 elementor-widget elementor-widget-video\" data-id=\"e5d1e24\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;video_type&quot;:&quot;hosted&quot;,&quot;controls&quot;:&quot;yes&quot;}\" data-widget_type=\"video.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"e-hosted-video elementor-wrapper elementor-open-inline\">\n\t\t\t\t\t<video class=\"elementor-video\" src=\"https:\/\/virtualminds.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Cannes-26-Dirk-von-Borstel-VW-v2.mp4\" controls=\"\" preload=\"metadata\" controlsList=\"nodownload\"><\/video>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-cbeeee4 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"cbeeee4\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h2><strong>Der Weg ist klar. Jetzt braucht es Konsequenz<\/strong><\/h2><p>Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr, ob europ\u00e4ische Broadcaster mit Big Tech konkurrieren k\u00f6nnen.<\/p><p>Sie machen es bereits.<\/p><p>Nicht, weil sie dieselben Voraussetzungen mitbringen, sondern weil sie etwas bieten, das im digitalen Werbemarkt immer wertvoller wird: Vertrauen, hochwertige Inhalte und transparente Werbeumfelder.<\/p><p>Die Aufgabe besteht deshalb nicht darin, Big Tech zu kopieren. Sie besteht darin, die besonderen Vorteile des Fernsehens konsequent mit moderner Technologie zu verbinden und daraus ein Vermarktungsmodell zu entwickeln, das Effizienz, Datenschutz und Qualit\u00e4t gleicherma\u00dfen vereint.<\/p><p>Die Cannes Lions haben gezeigt, dass die Zukunft der Werbung neu verhandelt wird. Europa muss dabei nicht den Strategien der globalen Plattformen folgen. Die Voraussetzungen f\u00fcr ein eigenes Erfolgsmodell sind l\u00e4ngst vorhanden: vertrauensw\u00fcrdige Inhalte, hochwertige Werbeumfelder und Technologien, die Souver\u00e4nit\u00e4t statt Abh\u00e4ngigkeit schaffen. Jetzt ist der Moment, dieses Potenzial gemeinsam in nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu \u00fcbersetzen.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer in diesem Jahr \u00fcber die Cannes Lions lief, kam an einem Thema kaum vorbei: die Zukunft der Werbung. In nahezu jedem Panel, jedem Vortrag und vielen Gespr\u00e4chen standen dabei Namen wie Nicht fehlende Reichweite ist Europas Google, Amazon oder Netflix im Mittelpunkt. 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